Kieselberg, Forsthaus mit historischer Aussicht

Kochertal in Baden-Württemberg.

Kieselberg, Forsthaus mit historischer Aussicht

Beitragvon jan » Do 9. Feb 2012, 00:51

Im alten Forsthaus auf dem Kieselberg wird Neugier belohnt: Im alten Forsthaus bewirtet Sabine Bölz Gäste und zeigt Kunsthandwerk aus vielen Kulturen. Das Forsthaus Kieselberg 1 kann eine lange Geschichte erzählen und Gäste oder größere Gruppen bewirten.

Die Beschreibung des alten Forsthauses auf dem Kieselberg von Heinrich Prescher anno 1789: "Man hat von hier eine angenehme und weite Aussicht über das unten liegende, fruchtbare, durchaus angebaute, durch einen hübschen Strom und mehrere Bäche bewässerte und mit Ortschaften besäte Kochertal, ja bis in das Hällische und Hohenlohische Land. Es waren daher von langen Zeiten her hier immer eine oder mehrere kleine Kanonen, um damit den Feuersbrünsten eine Losung geben zu können. Es war ehemals ein Herrenhof, oder eine unmittelbare herrschaftliche Domäne. Es waren auch Zimmer für Herrschaften vorhanden, wenn sie auf Tage oder Stunden reine Bergluft hier athmen und der schönen Aussicht genießen wollten. Jetzt ist der Hof mit 2. Unterthanen besetzt, und zählt 15. Seelen" - Das alte Forsthaus steht noch an gleicher Stelle, in neuem Glanz, und es ist voller Leben. Familie Bölz bewohnt das denkmalgeschützte stattliche Gebäude auf dem Kieselberg.

Sabine Bölz möchte das Schöne mit anderen Menschen teilen und hat sich deshalb entschlossen, ein kleines Café im Haus einzurichten - mit Gartenwirtschaft. Ausgesprochen gepflegt ist das Ambiente, zwischen bemoosten Steinen zeigen sich im Garten die ersten Frühblüher, kein freies Plätzchen ohne eine kleine, liebevolle Dekoration. Die gegenüber liegenden Stallungen sollen im Lauf der nächsten Jahre peau à peau gerichtet werden.

Schräg gegenüber auf der anderen Bergseite am Kirgel - der Kernerturm, den Sie von Mittelrot / Michelbächles aus sehr gut erreichen können.

Betritt man das "Tischlein deck dich" - so der poetische Name der Einkehr - gibt es sehr viel Schönes zu entdecken - bereits am Hauseingang die Tulpenschnitzereien am Flügel der Haustür. Kunsthandwerk aus vielen Erdteilen verkauft Sabine Bölz, zertifizierte Bio-Schleckereien und Arbeiten heimischer Künstler wie etwa Marionetten, Gartendekorationen oder Gebrauchsgegenstände aus Olivenholz von "los Oliveros" aus Schorndorf, Wolle und Filzläppchen von Sonja Fritz vom "Wollknoll" in Neuhausen.

Zu diesem Augenschmaus legt Sabine Bölz außergewöhnliche Musik auf, authentische Aufnahmen aus Afrika, Süd- und Mittelamerika, aus Süd- und Osteuropa, ausgesprochene gute-Laune-Musik. Obendrein serviert sie feine heiße Getränke und selbst gebackene Kuchen, prämierten Most zu Käse aus der Dorfkäserei Geifertshofen. Der Gast kann nicht ahnen, wie viel schweißtreibende Arbeit in dem alten Gebälk steckt, in dem es sich so gemütlich sitzt. Ungünstig stehender Wind bewahrte den Herrenhof 1975 davor, bei einer Feuerwehrübung abgefackelt zu werden.

1979 kauften die Eltern der jetzigen Bewohner, Walter und Elfriede Bölz das seinerzeit komplett verfallene Anwesen und restaurierten es - unter Aufsicht des Denkmalschutzes.

Weiter hinten wandert man zum "Schönen Wappenstein", der mit seinem Limpurg`schen Wappen und der Jahreszahl 1775 mutmaßen lässt, dass neue Besitzverhältnisse unter der Enkelgeneration der letzten Schenken hier besiegelt wurden. Näheres dazu ist aber selbst bei Heimatkundlern und dem Gaildorfer Stadtarchiv nicht in Erfahrung zu bringen.




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