Tiefer Stollen, Besucherbergwerk (Wasseralfingen)

Kochertal in Baden-Württemberg.

Tiefer Stollen, Besucherbergwerk (Wasseralfingen)

Beitragvon jan » Mo 22. Aug 2016, 09:26

Geschichte

Kaiser Karl IV. belehnte am 14. April 1365 Graf Ulrich d. J. von Helfenstein mit allem Eisenwerk in dessen Herrschaft.[1] In den darauffolgenden Jahren entstanden die Gruben am Burgstall links des Kochers und am Roten Stich beim Grauleshof. 1608 entdeckte Hans Siegmund von Woellwarth das obere Stuferzflöz am Braunenberg.

Anfänglich wurden unter anderem der Hinkelstollen, der Plockstollen und der Stöcklesstollen aufgefahren. 1797 folgte der Clemensstollen. Der Tiefe Hilfs- und Wasserstollen wurde 1811 aufgefahren, um Grubenwasser abzuleiten. In den Jahren 1840/1841 entstand die auf das obere Flöz führende Tagstrecke Nr. 1, gleichzeitig wurde senkrecht unter dieser der Tiefe Stollen auf das untere Flöz getrieben. Ab 1843 führten die drei Abbaustrecken (A, B und C) etwa 100 Meter in die nördlich der Tagstrecke Nr. 1 gelegenen Abbaugebiete. In dem durch diese drei Abbaustrecken erschlossenen Bereich fand der größte Teil des Abbaus am Braunenberg statt. Das gewonnene Erz wurde immer über den Tiefen Stollen durch die tiefer gelegenen Bereiche des Bergwerkes abtransportiert.

Aufgrund des geringen Eisengehaltes und des hohen Anteils an Kieselsäure wurde 1924 der Abbau im Bereich des Tiefen Stollens eingestellt und zum Süßen Löchle verlagert. Dort wurde bis 1939 abgebaut. 1941 wurde der Eingang zum Süßen Löchle aus Sicherheitsgründen vermauert. Mit Schließung des Faber-du-Faur-Stollens 1948, der 1938 am Burgstall in Aalen aufgefahren worden war, endete die über 500-jährige Bergbautradition im Aalener Raum.

Lage/Geologie

Der Braunenberg liegt im östlichen Teil der Schwäbischen Alb am Strandsaum des ehemaligen Jurameeres. Durch Sedimentation von Brauneisenkörnchen (Eisenoolithkörner) in der Eisensandstein-Formation entstanden im Raum um Aalen zwei abbauwürdige Flöze. Die beiden im Braunjura Beta gelegenen Flöze haben eine Mächtigkeit von 1,4 m im oberen und 1,7 m im unteren Flöz. Der Eisengehalt liegt bei ungefähr 21 % bis 42 % im oberen und 26 % bis 31 % im unteren.

Quellen & Hinweise:




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