Der Kocher - Lebensader des Ostalbkreises

Kochertal in Baden-Württemberg.

Der Kocher - Lebensader des Ostalbkreises

Beitragvon jan » Mi 18. Jan 2012, 21:13

Kochersanierung # - Wie aus einem schmutzigen Kanal ein lebendiger Fluss geworden ist.

Ursprung
Der Kocher ist der wasserreichste Fluss des Ostalbkreises. Er entspringt aus zwei Quellen am Fuß der Schwäbischen Alb:
  • Der Quelle des Weißen Kochers in Unterkochen
  • und der Quelle des Schwarzen Kochers in Oberkochen.
Das Quellwasser ist Regenwasser, das auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb in das durchlässige Kalkgestein des Karstgebirges versickert und am Fuß der Alb aus den zwei Quellen wieder ans Tageslicht tritt.

Flusslauf
Die zwei Quellflüsse vereinigen sich in Unterkochen. Bei Aalen tritt der Kocher ins Albvorland ein, in Abtsgmünd fließen die Lein und die Adelmannsfelder Rot hinzu und bringen aus waldreichen Einzugsgebieten viel weiteres Wasser in den Fluss. Von Wöllstein an schlängelt sich der Kocher unbegradigt durch das Tal und verlässt in Untergröningen den Ostalbkreis. Seine Mittelwasserabflüsse (Liter/Sekunde):

Schwarzer Kocher 690 l/s
Weißer Kocher 400 l/s
Kocher in Wöllstein 8040 l/s

Flusslauf - Wassernutzungen
Aus den Quellen des Weißen Kochers entnimmt die Stadt Aalen Wasser für die Trinkwasserversorgung. Papierfabriken und andere Industriebetriebe beziehen ihr Produktionswasser aus dem Kocher und geben as Abwasser wieder an den Kocher ab. Alle Gemeinden des Kochertals entsorgen ihr Abwasser in den Kocher. Diese Nutzungen haben den Fluss überlastet und sein Wasser verschmutzt. Kaum ein Leben ist mehr im Kocher vorhanden gewesen.

Kochersanierung
Die Kläranlagen der Gemeinden in Oberkochen, Unterkochen, Aalen, Niederalfingen und Abtsgmünd sind verbessert und erweitert worden, ebenso die Kläranlagen der Industriebetriebe. Die Wasserqualität hat sich schrittweise verbessert. Heute hat der Kocher fast auf seine ganze Länge eine mäßig belastete Wasserqualität. Dies zeigen die vorkommenden Insekten und andere Kleinlebewesen, Bioindikatoren für die Einteilung in die fünf Qualitätsstufen.

Tiere im und am Kocher
Fische: Im Kocher leben wieder Aal, Bachforelle, Bachsaibling, Barbe, Brachsen, Döbel, Elritze, Giebel, Groppe, Gründling, Hasel, Nase, Regenbogenforelle, Rotauge und Rotfeder.

Vögel: Seit der Kocher saniert ist, kommen wieder überall Wasseramseln vor; sie fressen Wasserinsekten und andere in und am Wasser lebende Kleintiere und bauen ihre Nester in Wurzeln von Bäumen und in Nistkästen am Kocherufer. Mehrere Eisvogel-Paare sind an den Kocher zurückgekehrt, seitdem das Wasser wieder sauber ist; die Vögel fangen Fische, graben Röhren in steile Sand- und Lehmufer und ziehen darin ihre Jungen auf.

Umwelt- und Naturschutz
Früher ist der Kocher der schmutzigste Fluss Nordwürttembergs gewesen. Heute lebt er wieder! Die Kochergemeinden, die Industriebetriebe und alle Bürger haben ein wichtiges Umweltschutzziel realisiert.

Quellen & Verweise:



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Mit WALD und WASSER spielt man nicht, -
mit BÜRGERABSTIMMUNG und DEMOKRATIE auch nicht!

Energiewende und Klimaschutz sind richtig und wichtig! -
Gerade deshalb ist Umweltschutz, Naturschutz und die Einhaltung der Baugesetze nie falsch!


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