Moderne Sklaverei? Interviewter Leiharbeiter ausgebootet!

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Moderne Sklaverei? Interviewter Leiharbeiter ausgebootet!

Beitragvon jan » Fr 14. Apr 2017, 18:04

Nach SWR-Doku über Daimler
Interviewter Leiharbeiter darf nicht zur Schicht

Der Leiharbeiter, der in einer SWR-Reportage seine Bezahlung beklagte, soll nicht mehr im Untertürkheimer Werk zur Schichtarbeit antreten. Unklar ist, ob Daimler oder das Verleihunternehmen den Ausschlag gab.


Metallfacharbeiter Martin Matheis, der seit fünf Jahren beim Daimler-Konzern im Werk Untertürkheim über ein Werkvertragsunternehmen gearbeitet hat, darf nach SWR-Informationen von Donnerstag ab sofort nicht mehr zur Nachtschicht antreten.

DGB kritisiert Arbeitsbedingungen


Der Leiharbeiter hat sich in der SWR-Reportage von Hermann Abmayr über Dumpinglöhne beim Daimler-Konzern geäußert. "Ich arbeite wie verrückt und kann mir nichts leisten", so Matheis, der im Logistikbereich eingesetzt wurde. Jeden Cent müsse er mehrfach umdrehen. Viele weitere Leiharbeiter schichten unter ähnlichen Bedingungen, was der Deutsche Gewerkschaftsbund in der Dokumentation als "Missstand" bezeichnete.

Leiharbeiter musste seinen Fremdfirmenausweis abgeben

Laut Matheis bestellte ihn das Verleihunternehmen am Donnerstag ins Büro. Dort wurde ihm nach eigenen Angaben mit Verweis auf seinen Fernsehauftritt mitgeteilt, dass Daimler seinen Einsatz ab sofort nicht mehr wünsche. Er musste daraufhin auch seinen Betriebsausweis abgeben. Sein bestehender Vertrag läuft noch wenige Monate. Ob er verlängert wird, ist unklar.

Daimler sieht den Sachverhalt anders

Daimler weist die Vorwürfe zurück, man wisse von nichts. Grundsätzlich sei der Konzern nicht für die Personaldisposition von Arbeitern mit Werkverträgen zuständig. Es sei auch nicht der Wunsch des Autobauers gewesen, dass der Werkarbeiter nicht mehr bei Daimler eingesetzt werde. Ein Unternehmenssprecher sagte gegenüber dem SWR: "Der Mitarbeiter der Firma ist bei Daimler weiterhin willkommen, wenn ihn seine Firma schickt. Daimler hat keine Sperrung des Mitarbeiters veranlasst."

Das Verleihunternehmen war am Donnerstagabend für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Breymaier spricht von "Geschmäckle"

Die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier zeigte sich mit der Reaktion des Daimler-Konzerns nicht zufrieden: "Wenn Daimler jetzt sagt, wenn die Leiharbeitsfirma den Mann schickt, wird er auch beschäftigt, ist das zu wenig. Daimler muss ihn ausdrücklich anfordern. Sonst bleibt ein Geschmäckle. Besser wäre eine Festanstellung", so Breymaier laut Mitteilung am Freitag.

- Stand: 14.4.2017, 13.01 Uhr


Quellen & Hinweise:
Kann einer glauben, das in dieser Situation (Stunden nach der Ausstrahlung des Interviews mit dem Leiharbeiter), irgend etwas passiert, -das nicht sehr eingehend mit Daimler abgestimmt wurde? Kaum. VW = Abgasskandal, Daimler-Benz = Leiharbeit- und Werkvertragskandal, ... was lernen Manager eigentlich auf Managementschulen in Deutschland? Oder haben unsere Konzerne ihr Management auch bereits mit Teilzeitkräften und Werkverträgen 'optimiert', -und die wollen nicht, dass die schaurige Wahrheit zum besten Konzernergebnis aller Daimler-Zeiten an das Tageslicht kommt?




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