Winterkorn bleibt dabei: Von Betrug bei VW nichts gewusst

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Winterkorn bleibt dabei: Von Betrug bei VW nichts gewusst

Beitragvon jan » Fr 20. Jan 2017, 11:21

VW-Abgasskandal:
Winterkorn bleibt dabei: Von Betrug bei VW nichts gewusst

Der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn streitet ab, bis zum Bekanntwerden des Diesel-Skandals von illegalen Abgas-Manipulationen bei dem Autobauer gewusst haben.

"Es ist nicht zu verstehen, warum ich nicht frühzeitig und eindeutig über die Messprobleme aufgeklärt worden bin", sagte der Ex-Manager am Donnerstag vor dem Abgas-Untersuchungsausschuss des Bundestags in Berlin. Dieser soll klären, ob die Bundesregierung für die späte Aufdeckung gefälschter Abgaswerte von Millionen Dieselwagen mitverantwortlich ist. Der Chef des Branchenverbands VDA gab an, es habe keinerlei Gespräche darüber mit der Regierung gegeben.

Konkrete Fragen der Abgeordneten zu Informationsflüssen beantwortete Winterkorn nicht - er verwies dabei auf laufende Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Nach offiziellen Angaben hat der Volkswagen vz-Vorstand erst Anfang September 2015 von den Manipulationen erfahren, die zuerst in den USA entdeckt worden waren. VW hat Software verbaut, die erkennt, wenn die Abgas-Werte auf dem Prüfstand gemessen werden. Dadurch waren die Abgase bei Tests viel sauberer als ohne diese Prüfstand-Erkennung.



Wenn einer in der Situation, in der VW und Herr Winterkorn sich befinden, nichts sagen würde, könnte dann etwas schlechter sein? Was hat Herr Winterkorn bei VW denn die letzten 25 Jahre 'gemacht', -das diese Informationen und dieser Skandal nicht bis zu Herr Winterkorn 'durch gedrungen sind'? Nichts?

Sicherlich muss und kann der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG sich nicht um die letzte Schraube und die letzte Kleinigkeit bemühen, -doch das war schlicht der Anspruch des Qualitäts-fanatischen Winterkorn. Winterkorn war sich nie zu schade, die eigenen Leute (und das eigene Produkt!) bei werbewirksamen Messeauftritten vor zu führen mit Kleinigkeiten zu brüskieren. Und nun will ein Winterkorn zu konzernweiten Software- und Produkteigenschaften sich selber als untätiger Versager und unwissenden Ignoranten stempeln? Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG muss ein toller Job sein, -bis in den Rücktritt, in den Ruhestand und darüber hinaus.

Morgens Fische füttern, und abends nichts mehr wissen, -das genügt bei einem Volkskonzern, -wenn die komplette Aktiengesellschaft weltweit, wegen einer bewussten Fehlentscheidung wackelt? Und dann findet der Volkskonzern nicht mehr das Lastenheft und Pflichtenbuch, und auch nicht die kleinsten Hinweise dazu? Auch die Lieferanten, und der Wareneingang bei VW wissen dann wohl nicht was sie den ganzen Tag tun? Vielleicht wird VW noch abstreiten, das es ein zertifiziertes Unternehmen, mit einem konzernweiten Qualitätsmanagment, und mit geplanten und disponierten Produkten ist?

1993 wechselte Winterkorn als Leiter der „Konzern-Qualitätssicherung“ von AUDI zu Volkswagen. Hat er den Job bekommen, weil er Kaffee kochen konnte? Es ist völlig abwegig zu verbreiten, das die Vorbereitungen und die notwendigen Prozessschritte im Werdegang s.g. ABGASSKANDAL 2,5 Jahrzehnte an den Leiter der „Konzern-Qualitätssicherung“ und Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG 'vor bei gehen' konnten! Wäre da etwas dran, wäre VW eine Pommesbude, die für ihre Currywurst Zulassungen vom Kraftfahrtbundesamt erhalten hat. Ganz im Gegenteil, die sauber passende 'Verzahnung' zum Deutschen Kraftfahrtbundesamt und zum bisherigen Deutschen Abgas-Prüfverfahren werfen weitere Fragen auf. Vielleicht heißt der nächste, der sich an nichts mehr erinnert ja Alexander Dobrindt, -und die leidige Maut-Geschichte hat sich auch erledigt. (Ein Dobrindt scheitert nicht, -sagte Seehofer dazu... also zur Maut!)

"Es ist nicht zu verstehen, warum ich nicht frühzeitig und eindeutig über die Messprobleme aufgeklärt worden bin" - vermutlich die schlichte Wahrheit, geschickt und täuschend vorgetragen!

Martin Winterkorn war vom 1. Januar 2007 bis zum 23. September 2015 Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG und vom 25. November 2009 bis zum 31. Oktober 2015] Vorstandsvorsitzender bei der Porsche Automobil Holding SE. Außerdem war er vom 1. Januar 2007 bis 11. November 2015 Aufsichtsratsvorsitzender der Audi AG.
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1993 wechselte Winterkorn als Leiter der „Konzern-Qualitätssicherung“ von AUDI zu Volkswagen.
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Quellen & Hinweise:



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