Glyphosat und die Frage des Risikos

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Glyphosat und die Frage des Risikos

Beitragvon jan » Do 19. Mai 2016, 09:51

Glyphosat und die Frage des Risikos
Ob das Pflanzengift zu Krebs führen kann, ist in der Wissenschaft umstritten. Selbst in der Weltgesundheitsbehörde gibt es unterschiedliche Auffassungen. Wieso eigentlich?


Es ist schade - doch es ist so: Alle großen und globalen Probleme liefern eine menschliche Argumentation, die den Bodensatz nicht übersteigt. Das Pflanzengift Glyphosat ist ein großes Risiko, viele Landwirte bezeichnen es als Gnade zu Ihrer Landwirtschaft. Die Diskussion / Argumentation kommt kaum über den Sachverhalt des Krebsrisikos und des Gesundheitsrisikos für den Menschen hinaus. Die Presse und viele Diskussionen nennen das Pflanzengift Glyphosat - Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat, und relativieren eine unbestritten mögliche vielfache Gefährdung mit der anzuwendenden Dosis, Menge, Praxis. Doch stets bleiben die menschliche Gefährdung und der menschliche Nutzen im Fokus der meisten Betrachtungen.

Pflanzengifte, Unkrautvernichtungsmittel - was bewirken die? Sie sparen Arbeitsgänge zu Bodenbearbeitung und führen zu "sortenreinen" landwirtschaftlichen Flächen. Flachsfelder, Gerstenfelder, Maisfelder, Gemüseacker ohne eine Wildblume (Unkraut!) sind vordergründig das sehr erwünschte Ergebnis. Statistiker und Mathematiker bezeichnen das Risiko bzgl. zusätzlichen menschlichen Krebserkrankungen eher in den Bereich des Unfassbaren, des Unwahrscheinlichen. Nur sehr wenige Menschen(auch Naturschutzverbände) überlegen und argumentieren darüber hinaus.

Das sortenreine Äcker auch bedeuten, das in EU bereits millionen Tonnen WIldblumen, Wildblumensamen und Blumenvielfalt nun, und künftig dauerhaft, fehlen, - diese Betrachtung ist selten. Die Minderung dieser Vielfalt ist nach wenigen Jahren bereits derart mächtig, das sehr große Defizite zu allen Arten bei Pflanzen, Vögeln und Insekten damit zu begründen sind. Wurde eine ganzjährige Gartenvogelfütterung noch vor wenigen Jahren von den Naturschutzverbänden als falsch und kontraproduktiv angeprangert, so wird diese ganzjährige Gartenvogelfütterung als wichtig und unabdingbar genannt. Viele Kleinvögel benötigen die Insekten und deren Larven zur Jungvogelaufzucht. Das die Insektenlarven als Kükenfutter bereits überregional nicht mehr zur Verfügung stehen, scheitern viele natürliche Vogelaufzuchten dauerhaft. Das die Masse der Insekten mittlerweile im Jahresverlauf in großen Regionen komplett ausfällt - bemerken alle Kleinvögel, doch nur wenige Vogelfreunde. Und während das s.g. Bienensterben seit Jahren heißdiskutiert wird, ist das allgemeine "Insektensterben" immer noch eher unbemerkt, oder sogar positiv wahrgenommen.

Irgendwann wird einer sagen, das der Mensch auf der Erde schlecht ist. Doch der das sagt, wird vermutlich erschlagen bevor man ihm zuhört. Hat jemals einer sich Gedanken gemacht, wie groß die Risiken sind, die alle vom Mensch ausgehen? Hat jemals einer gefragt, ab welcher Menge, vielleicht 0,1 Mrd..., wird der Mensch zum globalen Risiko, zum Pflanzenvernichter, Unkrautvernichter, Artenvernichter, Menschenvernichter? So betrachtet, kann Glyphosat zu einer Problemlösung beitragen.



Quellen & Hinweise:



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