Die Räuber vom Mainhardter Wald

Rottal in Baden-Württemberg.

Die Räuber vom Mainhardter Wald

Beitragvon jan » Fr 31. Mai 2013, 08:08

Die Räuber vom Mainhardter Wald


Den Mainhardter Wald wird vom Limes auf der Linie Murrhardt – Mainhardt – Gleichener See durchquert. Er teilte den Mainhardter Wald in ein römisches Gebiet im Westen und ein alemannisches Gebiet im Osten. Im Mittelalter führte ein Handelsweg von Stuttgart durch den Mainhardter Wald nach Schwäbisch Hall und von dort weiter nach Nürnberg. Gefährlich war die Durchfahrt wegen der Räuber, die bis ins 18. Jh. hinein im Mainhardter Wald ihr Unwesen trieben. Der Wirt Heinrich Weiß, Inhaber der Herberge Waspenhof bei Mainhardt, war vermutlich das Oberhaupt einer Bande. Vermutlich - den angeklagt wurde er nie. Er nahm zwar selbst an den Raubzügen nicht teil, agierte aber als Bandenchef und Hehler.

Die Bande bestand aus drei Rotten, der Ammertsweiler-, der Neuhütter und der Fuchsschwänzer Rotte. Im Jahr 1772 verriet der in Haft genommene Martin Haas vom Gögelhof unter der Folter die Bande. Insgesamt 68 Personen wurden angeklagt, man wies ihnen Diebstähle, Post- und Straßenraub und Mordtaten nach. Von den Verurteilten wurden 16 im Jahre 1773 in Pfedelbach mit dem Schwert enthauptet, ihre Leiber aufs Rad geflochten und die Köpfe auf den Pfahl gesteckt. Sieben Todesurteile wurden in Maienfels verkündet und vollzogen. Sieben der Räuber überlebten die Vernehmungen nicht.

Der vermutliche Drahtzieher für einige der spektakulären Straftaten, der Wirt des Gasthauses „Zur Linde“ starb 1787 im Alter von 72 Jahren als honoriger Bürger.

Über die Räuber gibt es zwei Schriften: Zum einen den Roman von August Knapp "Die Geheimnisse des Mainhardter Waldes" und zum anderen die historische Aufarbeitung von Egil Pastor "Die Räuber vom Mainhardter Wald". Das Buch ist neu aufgelegt und kann im Mainhardter Rathaus erworben werden.

Eine Laienspielgruppe in Mainhardt bringt die Mainhardter Räuber am Originalschauplatz Göggelhof als Stationentheater auf sieben Bühnen
zur Aufführung.

Das Gebiet dient als Naherholungsraum für die Ballungsgebiete Stuttgart, Ludwigsburg und Heilbronn.
Der Obergermanisch-Rätischen Limes wurde am 17. Juli 2005 durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben.

Quellen, Hinweise & Verweise:






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