Der Limes im Schwäbisch-Fränkischen Wald

Rottal in Baden-Württemberg.

Der Limes im Schwäbisch-Fränkischen Wald

Beitragvon jan » Mi 2. Jan 2013, 02:20

2005 wurde der obergermanisch-raetische Limes in die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen.

Am Obergermanischen Limes existieren mehrere Abschnitte, die durch einen exakt gradlinigen Streckenverlauf auffallen und wie mit dem Lineal durch die Landschaft gezogen wurden. Als Motiv für diese Ingenieurskunst wird eine Machtdemonstration vermutet. Auch im SFW folgt der Limes einem pfeilgeraden Verlauf. Dieser gerade Verlauf in bewaldetem, hügeligen Gebiet gilt als messtechnische Meisterleistung. Ein messtechnisches Objekt, an dem heutige Studiengänge sich noch versuchen.

Im Gebiet des SFW sind die Stationen:
  • LORCH
  • WELZHEIM
  • MURRHARDT
  • MAINHARDT
  • ÖHRINGEN
  • WESTERNBACH
  • JAGSTHAUSEN.
Diese Stationen sind teilweise durch nachgebaute oder restaurierte Wachtürme, Kastelle, Kleinkastelle, Palisaden, Wallreste und Hinweistafeln gekennzeichnet. Heute sieht man den Limes weniger als wehrhafte und strategische Grenze - das war der Limes selbstverständlich auch. Der Obergermanisch-Raetische Limes war im römischen Hinterland von einem Netz militärischer Stützpunkte und ziviler Versorgungseinrichtungen begleitet und von einem Straßen- und Wegenetz verbunden. Diese Strukturen (auch Siedlungen) waren in Ihren Ausprägungen wohl mächtiger und nachhaltiger als die unmittelbaren Grenzanlagen. Straßen- und Wegnetze folgen dem oft bis heute. Wallreste im SFW - die man manchmal überraschend im Wald findet - bezeugen das (Murrhardter Wald, Mainhardter Wald, Hankertsmühle) bis heute...

Da es zum Thema viele gute Seiten gibt - verweise ich Sie nun nach dort: ...


Quellen & Verweise:









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Zeitfolge zum Limes

Beitragvon jan » Mi 2. Jan 2013, 02:24

Römer und Germanen am Limes
58 – 51 v. Chr. - Caesar erobert Gallien bis zum Rhein
  • Rheinübergänge Caears
  • Gallien wird römische Provinz
27 v. Chr. – 14 n. Chr. - Kaiser Augustus Alleinherrscher über das Römische Imperium
17 v. Chr. – 17 n. Chr. - Feldzüge jenseits des Rheins mit dem Ziel der Eroberung Germaniens bis zur Elbe
9 n. Chr. - Verheerende Niederlage der Römer gegen Germanen in der Varusschlacht (sogenannte Schlacht im Teutoburger Wald)
14 - 37 n. Chr. - Kaiser Tiberius
  • Aufgabe der Eroberungspläne in Germanien
  • Rückzug auf die Rheingrenze
37 – 41 n. Chr. - Kaiser Caligulas
  • Feldzug gegen den Germanenstamm der Chatten
68 – 79 n. Chr. - Kaiser Vespasian
  • Eroberung eines Gebietsstreifens rechts des Ober- und Mittelrheins
81 – 96 n. Chr. - Kaiser Domitian
  • 81 – 85 n. Chr. Kriege gegen die Chatten
um 85 n. Chr. - Bildung der Provinzen Ober- und Niedergermanien
  • Bau der ersten Grenzschneisen am obergermanischen Limes
98 – 117 n. Chr. - Kaiser Trajan
  • Systematischer Ausbau des Limes in Obergermanien und Raetien

117 – 138 n. Chr. Kaiser Hadrian
- ab 120 n. Chr. Bau einer hölzernen Palisade am Limes
- Hadrianswall in Großbritannien

138 – 161 n. Chr.
Kaiser Antoninus Pius
- Ersatz der Holztürme am Limes durch Steintürme

161 – 180 n. Chr.
Kaiser Marc Aurel
- Mehrere Einfälle der Chatten ins Rhein-Main-Gebiet

166 – 180 n.Chr.
Krieg gegen den Germanenstamm der Markomannen und seine Verbündeten

um 200 n. Chr.
- Ausbau des Limes mit Wall und Graben in Obergermanien
- Errichtung der raetischen Mauer

233 n. Chr.
Verheerender Vorstoß der Alamannen nach Obergermanien und Raetien

235 – 284 n. Chr.
- Zeit der „Soldatenkaiser“
- Schwere innere Krise des römischen Reiches

253 – 268 n. Chr.
Kaiser Gallienus
- Verheerende Einfälle der Franken und Alamannen in die Rheinzone und nach Gallien

um 260 n. Chr.
- Aufgabe des Limes und der rechtsrheinischen Gebiete
- Rückzug der Römer auf Rhein, Donau und Iller als „nasse“ Grenze

um 275 n. Chr.
Vernichtende Germaneneinfälle in die rheinischen Provinzen und Gallien

284 - 305 n. Chr.
Kaiser Diokletian
- Neuorganisation der Reichsverwaltung

286 – 288 n.Chr.
Erfolgreiche Feldzüge gegen Franken und Alamannen

306 - 337 n. Chr.
Kaiser Konstantin
- freie Religionsausübung für das Christentum

379 – 395 n. Chr.
Kaiser Theodosius
- Das Christentum wird Staatsreligion

395 n. Chr.
Teilung des Imperiums in ein West- und Ostreich

476 n. Chr.
Ende des weströmischen Reiches


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